In Heft 11/2026 der WuW erscheint unse­re Anmer­kung zum Urteil des OLG Düs­sel­dorf vom 10.2.2026 (6 U 3/24 (Kart)). Der Senat ver­ur­teil­te dar­in die Meta-Toch­ter Edge Net­work Ser­vices, an die Deut­sche Tele­kom Pee­ring-Ent­gel­te von mehr als 30 Mio. Euro zu zah­len. Die Ent­schei­dung selbst haben wir bereits hier im Blog vor­ge­stellt.

Chris­toph Nöh­ren­berg und ich bespre­chen den kon­klu­den­ten Ver­trags­schluss durch die Wei­ter­nut­zung der Ver­bin­dun­gen und die Gegen­macht des Inhal­te­an­bie­ters, die nach Ansicht des Senats eine Markt­be­herr­schung der Tele­kom selbst bei einem Markt­an­teil von 100 % aus­schließt. Die­se Ein­ord­nung der Gegen­macht in § 18 Abs. 1 GWB ver­tre­te ich in mei­ner Kom­men­tie­rung im Frank­fur­ter Kom­men­tar zum Kar­tell­recht (§ 18 GWB Rn. 167 ff., 278 ff.), die der Senat zitiert. Zudem dehnt der Senat das kar­tell­recht­li­che Dero­ga­ti­ons­ver­bot auf kar­tell­recht­li­che Ein­wen­dun­gen aus. Wie weit die­ses Ver­bot aller­dings reicht, ist seit dem Vor­la­ge­be­schluss des BGH vom 17.6.2026 (KZR 29/25) offen.

Fund­stel­le:Louven/​Nöhrenberg, Anmer­kung zu OLG Düs­sel­dorf, Urt. v. 10.2.2026 – 6 U 3/24 (Kart), WuW 2026, 600 – 601.

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Dr. Sebastian Louven

Ich bin Rechtsanwalt, Fachanwalt für Internationales Wirtschaftsrecht und Partner bei louven.legal. Ich berate und vertrete Unternehmen im Kartellrecht, in der Telekommunikationsregulierung und in Fragen der digitalen Marktregulierung. Zu diesen Themen publiziere und lehre ich regelmäßig.

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